|











| |
Heute fanden wir in den Tiefen des Internets einen sehr lesenswerten Bericht,
den wir Euch selbstverständlich nicht vorenthalten wollen (das Original findet
Ihr bei 11freunde.de):
Ich habe
ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, am Montagabend an der
Jahreshauptversammlung des FC Bayern München teilzunehmen, um Herrn Rummenigge
und Herrn Hoeneß auf das mir so wichtige Thema „Stimmung der Bayern-Fans“
anzusprechen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Andere haben es getan. Ich wäre
noch mehr frustriert.
Ich bin 38, Abteilungsleiter, Ingenieur, Vater, habe zig Jahre Kreisliga
gekickt, ein wenig Bezirksliga, ein paar Jahre als Coach gearbeitet, und als ich
5 war, wurde ich Bayern-Fan. Ich bin inzwischen auch Mitglied beim FCB, auch
wenn ich mir trotzdem die Eintrittskartenkarten von dubiosen Händlern bei
eBay ersteigern muss. Ich zähle Ihnen dies nur auf, damit Sie sich ein Bild
machen können.
Ich bezeichne mich als richtigen Fan. Einer, der versucht, die 350km ins Stadion
möglichst oft zu schaffen. Einer, der den Fußball liebt, die Stimmung und die
Atmosphäre im Stadion. Einer, der Tränen unterdrücken muss und dem es eiskalt
den Rücken runterläuft, wenn Mehmet seine letzte Runde dreht. Einer, der die
Gesänge liebt, der gerne lauthals die Mannschaft unterstützt. Einer, der vor
wenigen Tagen beim Pokalspiel gegen Gladbach den schwärzesten Tag in seinem
Fan-Dasein erlebt hat.
Sie versprachen uns, mit der Allianz-Arena werde alles viel besser. Vor allem
die Stimmung. Keine Leichtathletikbahn mehr, näher am Spielfeld. Die Teilung der
Südkurve in Süd und Nord - Verdopplung unserer Stimmgewalt. Die Verbannung der
Gästefans, oben irgendwo ins Eck. HA! Ein lautes HA! Kann ich da nur sagen.
Denn das Ergebnis ist mehr als frustrierend. Die Stimmung wurde in der
Allianz-Arena deutlich schlechter, und mit all den Sanktionen und »modernen
Eventbeschallungen« sank sie auf den Nullpunkt. Dieser Nullpunkt war, für mich
persönlich, dieses letzte Pokalspiel gegen Mönchengladbach. 90 Minuten war
nichts, rein gar NICHTS, null, keine Gesänge oder Unterstützung seitens der
Bayern-Fans zu hören, ausgenommen dreimal mittelmäßiger Torjubel und einmal der
Versuch eines „Bayern, Bayern“...
Und stattdessen? 90 Minuten wird man von feiernden, zahlenmäßig weit
unterlegenen Gladbach-Fans beschallt. 90 Minuten musste ich mir die Gesänge
anhören. Aber was heißt 90 Minuten? Es ging danach im obligatorischen Stau vor
der U-Bahnstation weiter, im Bahnhof, in der U-Bahn etc. Ich habe mich zum
ersten mal geschämt, Bayern-Fan zu sein, stop! Ich erweitere meine Aussage: Ich
war neidisch! Furchtbar neidisch, dass uns diese Zweitliga-Fans die Show
gestohlen haben, dass der Sieg bitter wie eine Niederlage schmeckte.
Falls Ihr auch einen Bericht, eine Meinung oder etwas für unsere Seiten habt,
her damit, einfach eine Mail an
webmaster@rautenexpress.de senden und schon geht das hier auf Sendung :-)
|